Versicherungsvermittler: Voraussetzungen und Berufsbild

Versicherungsvermittler
Der Versicherungsvermittler vermittelt u.a. Versicherungen für Autos und Immobilien © Thorben Wengert - pixelio.de

Die möglichen Berufsfelder eines Handelsvertreters sind äußerst vielseitig. Die Kommunikationsbranche bietet ebenso gute Einsatzmöglichkeiten wie zum Beispiel der Industriesektor. Ist ein Handelsvertreter in diesem Bereich tätig, so spricht man allerdings von einem Vertriebsingenieur. Auch die Versicherungsbranche arbeitet traditionell sehr häufig mit Vertretern, wobei man wiederum von Versicherungsvermittlern spricht. Auch wenn es der Name nicht vermuten lässt, so zählen sie laut §84 HGB (Handelsvertreterrecht) zu den Handelsvertretern.

Versicherungsvermittler: Berufsbild

In der Regel arbeitet ein Versicherungsvertreter im Auftrag einer Versicherungsgesellschaft und ist für Abschlüsse von der Fahrerschutzversicherung bis zur Lebensversicherung zuständig. Allerdings gibt es auch Vertreter, die für mehrere Versicherungen gleichzeitig tätig sind. In diesem Fall spricht man von einem Mehrfachvertreter. Die Tätigkeit eines Versicherungsvermittlers besteht darin, die Brücke zwischen dem (potentiellen) Kunden und dem Versicherungsunternehmen herzustellen. Er unterscheidet sich vom Versicherungsmakler, der lediglich einen eigenen Maklervertrag mit dem Kunden, nicht aber mit der Versicherung abgeschlossen hat. In diesem Fall besteht also eine Verpflichtung gegenüber dem Kunden und nicht gegenüber dem Unternehmen. Ein weiteres Berufsbild, das viele Ähnlichkeiten mit dem Vermittler aufzeigt, ist jenes des Versicherungsvertreters. Die genauen Unterschiede der einzelnen Berufe werden im Versicherungsvertragsgesetz geregelt.

Voraussetzungen für Versicherungsvermittler

Handelsvertreter, die in das Versicherungsgewerbe einsteigen wollen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Ausübung dieses Berufes unterliegt nämlich einer Erlaubnispflicht. Die Erlaubnis zur Ausübung des Gewerbes wird von der Industrie- und Handelskammer erteilt. Dafür muss der angehende Versicherungsvermittler unter anderem ein sauberes Vorstrafenregister und seine private Solvenz nachweisen können. Außerdem muss vor der Kammer eine Prüfung abgelegt werden, in der die nötige Sachkenntnis nachgewiesen wird. Zuletzt muss sich der angehende Vermittler in ein Vermittlerregister eintragen lassen, welches ebenfalls von der IHK verwaltet wird.

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