Unterschiede zwischen dem Franchisepartner und dem Handelsvertreter

Handelsvertreter, Franchisepartner, Vertriebspartner, Kommissionäre und Außendienstmitarbeiter werden oft in einen Topf geworfen, obwohl es sich hier um fünf verschiedene Berufsbilder handelt.

Franchise
Viele Kaffeehaus-Ketten werden von Franchisepartnern betrieben © Dzej G - photl.com
Der Handelsvertreter vermittelt Geschäfte für Unternehmen und/oder schließt diese ab. Er arbeitet in fremdem Namen und auf fremde Rechnung.
Franchisepartner hingegen werden von Unternehmen eingesetzt, deren Ziele die Umsatzsteigerung und die Standorterweiterung sind. Sie arbeiten auf eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Der Franchisepartner erwirbt vom Mutterunternehmen gegen Entgelt die Erlaubnis, ein Geschäftskonzept an einem bestimmten Standort oder in einer bestimmten Region zu nutzen.

Aufgaben des Franchisepartners

Dazu gehört beispielsweise auch die Nutzung von Warenzeichen. Das Konzept des Franchisings ist somit eine Mischform aus direktem und indirektem Verkauf. Das Mutterunternehmen ist dazu verpflichtet, dem Franchisepartner das entsprechende Fachwissen zur Ausführung des Geschäftskonzeptes zu vermitteln. Dazu wird der Partner vom Unternehmen entsprechend geschult und auch regelmäßig überprüft. Der Franchisegeber ist dazu berechtigt, dem Partner Anweisungen zu geben. Durch den Erwerb der Nutzungsrechte vom Franchisegeber verpflichtet er sich dazu, auf die ordnungsgemäße Verwendung des Firmennamens, auf ein einheitliches Auftreten nach Außen und auf einheitliche interne Betriebsabläufe zu achten. Der Franchisepartner ist aber dennoch ein selbstständiger Unternehmer. Das Ausmaß der Partnerschaft zwischen Geber und Nehmer beschränkt sich auf die vertraglich geregelten Bereiche. Meistens wird auch die Dauer der Kooperation im Vorhinein festgelegt.

Franchisepartner: Die wichtigsten Branchen

Das Geschäftsmodell des Franchisings stammt aus den USA. In Europa waren hingegen lange Zeit andere Vertriebsformen, wie zum Beispiel Genossenschaften oder Handelsketten, weit verbreitet. Heute sind Franchisingmodelle vorwiegend in der Gastronomie zu finden, etwa in den Bereichen Fast-Food oder Café. Allerdings ist dieses Geschäftsmodell auch in anderen Branchen zu finden, zum Beispiel in der Hotellerie oder in der Autovermietung.

One comment

  1. In der Tat sind Franchise-Nehmer oder -Partner rechtlich als selbstständige Unternehmer anerkannt. Dementsprechend haben Sie die gleichen Rechte und Pflichten wie klassische Existenzgründer. Welchen Forderungen sowohl Franchise-Nehmer als auch -Geber nachkommen müssen, muss explizit im Franchise-Vertrag festgehalten werden. Das Recht der Marken- und Know-how-Nutzung ist aber meist obligatorisch. Ein Vorteil bei einer Gründung als Franchise-Nehmer ist meist die Möglichkeit zum Quereinstieg in eine Branche, da man das nötige Fachwissen in Schulungen und Weiterbildungen vom Franchise-System erhält.

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