Steueränderungen 2013: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Am 25.10.2012 wurde das neue Jahressteuergesetz (JStG) 2013 vom Deutschen Bundestag beschlossen. Noch wird das Gesetz im Vermittlungsausschuss ausgehandelt. Trotzdem wird es zum Jahresbeginn 2013 über 100 Steueränderungen geben. Lesen Sie auf Handelsvertreter.net, was die wichtigsten Änderungen für Gewerbetreibende sind.

Jetzt über die Steueränderungen 2013 informieren

Bei der Einkommenssteuererklärung gibt es 2013 Neuerungen.
Eine wichtige Steueränderung 2013 ist, dass die Steuererklärung nur noch in elektronischer Form akzeptiert wird. © Thorben Wengert / pixelio.de

Selbst wenn Sie einen Steuerberater haben, lohnt es sich, immer über aktuelle Steueränderungen informiert zu sein. So vermeiden Sie, dem Finanzamt zu viel zahlen zu müssen, und können die steuerlichen Möglichkeiten voll ausschöpfen.

Einführung Elster-System

Eine der wichtigsten Steueränderung 2013 ist die verpflichtende Einführung des Elster-Systems. Ab 2013 ist die elektronischen Steuererklärung gesetzlich vorgeschrieben. Gewerbetreibende sollten sich schnellstmöglich mit ihrer Steuernummer online registrieren. Denn nach der Authentifizierung erhalten Sie eine „Aktivierungs-ID“ per E-Mail und einen „Aktivierungs-Code“ per Post. Kommt aufgrund der großen Nachfrage der Code erst nach dem 10.01.13 an, droht ein Verspätungszuschlag für die nicht eingereichte Umsatzsteuervoranmeldung. Dagegen können Sie Widerspruch einlegen oder ausnahmsweise noch eine Papier-Umsatzsteuervoranmeldung einreichen. Einen Musterbrief sowie weiterführende Informationen dazu finden Sie hier.

Neue Betriebsgrößenklassen

Das JStG 2013 ordnet Klein-, Mittel- oder Großbetriebe u.a. bei Handelsbetrieben neu. Je größer ein Betrieb, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Betriebsprüfung. Die Einordnung ein Größenklassen richtet sich nach Umsatz und steuerlichem Gewinn. Wird bereits eine dieser beiden Grenzen überschritten, wird der Betrieb in die nächsthöhere Klasse eingeordnet.

Die E-Bilanz kommt

Ab 2014 müssen elektronische Bilanzen für Wirtschaftsjahre eingereicht werden, die nach dem 31.12.2012 beginnen. Auch wenn die Bilanz für 2013 erst am 31.12.2014 eingereicht werden muss, sollten Sie spätestens jetzt mit der Anpassung der Konten an die E-Bilanz-Vorgaben beginnen. Denn Form und Gliederung unterscheiden sich von der bisherigen Papier-Bilanz, eventuell müssen neue Konten angelegt werden. Wenn Sie schon 2013 auf die richtigen Konten buchen, sparen Sie Geld für das Steuerberater-Honorar. Ausführliche Informationen zur E-Bilanz finden Sie hier.

Verkürzung der Aufbewahrungsfrist

Rechnungen und Belege müssen nicht mehr 10 Jahre lange aufbewahrt werden. Ab 2013 gilt eine Aufbewahrungsfrist von acht Jahren und ab 2015 sind es nur noch sieben Jahre. Die Verkürzung gilt auch für Buchungsbelege im Handelsrecht. Ziel des Gesetzes ist die Vereinheitlichung von Abgabenordnung, Handelsrecht und Umsatzsteuerrecht.

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