GmbH und UG (haftungsbeschränkt): ein Vergleich

Während die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) in Deutschland eine etablierte Rechtsform für Unternehmen darstellt, ist die Unternehmergesellschaft (UG) noch weitgehend unbekannt. Handelsvertreter.net fasst zusammen, welche Unterschiede es gibt.

CK GmbH oder Ug
Die UG (haftungsbeschränkt) braucht nur ein Startkapital von 1 Euro. © Thorben Wengert by pixelio.de

Die klassische GmbH

Bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland gegenwärtig ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die GmbH. Zu ihrer rechtlich wirksamen Gründung sind mehrere Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Gründung durch mindestens eine natürliche Person
  • Eintrag aller natürlichen oder juristischen Personen, die als Gesellschafter fungieren, im Gesellschaftervertrag
  • notarielle Beglaubigung des Vertrags
  • Eintrag des Unternehmens in das Handelsregister
  • Stammkapital von mindestens 25.000 Euro

Gerade die Höhe des Stammkapitals stellte hierbei häufig ein großes Hindernis für Unternehmensgründungen dar. Aus diesem Grund wurde bei der Modernisierung des GmbH-Rechts im Jahr 2008 mit der Unternehmergesellschaft eine Form der GmbH ermöglicht, die mit einem deutlich geringeren Stammkapital gegründet werden kann: So muss sich bei einer UG haftungsbeschränkt das Startkapital auf lediglich 1 Euro belaufen.

Die „Mini-GmbH“ als Starthilfe

Dass das minimale Startkapital von 1 Euro den bedeutenden Unterschied der UG (haftungsbeschränkt) zur GmbH darstellt, zeigen auch die umgangssprachlichen Bezeichnungen „Mini-GmbH“ und „1-Euro-GmbH“, die sich mittlerweile eingebürgert haben. In Bezug auf die Formalitäten gleichen sich GmbH und UG in fast allen Punkten: Gründung durch eine natürliche Person, notariell beglaubigter Gesellschaftervertrag und Eintrag in das Handelsregister werden auch für die Anerkennung einer UG unbedingt gefordert. Gemäß den rechtlichen Vorgaben ist denn auch die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) keine eigene Rechtsform, sondern eine Variante der GmbH mit erleichterten Gründungsvoraussetzungen. Der Vorteil hierbei: Sobald ein Kapital von 25.000 Euro angespart ist, kann die UG problemlos in eine GmbH umgewandelt werden. Auf diese Weise bietet die UG sowohl einen einfachen Einstieg in das Unternehmertum als auch stetige Wachstumsmöglichkeiten.

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