Freie Handelsvertreter – zwischen Wettbewerb und Wissensaneignung

Freie Handelsvertreter sind Absatzhelfer, die im Direktvertrieb für Unternehmen in deren Namen Geschäfte vermitteln oder abschließen. Dabei haben sie den Status eines selbstständigen Gewerbebetreibers inne und unterscheiden sich so von Firmen beschäftigten Reisenden.

In der Regel werden freie Handelsvertreter per Provision bezahlt. Wenn sie erfolgreich ein Geschäft zwischen Unternehmen und deren Zielgruppe (das können Privatpersonen, andere Unternehmen oder bestimmte Berufsgruppen sein) vermittelt haben, erhalten Sie einen vorher festgelegten Prozentsatz als Entlohnung. Je nach Branche und vermitteltem Produkt kann dieser Satz stark schwanken: während Vertreter in der Kosmetikbranche bis zu 50% Provision erhalten, sinkt dieser Satz bei steigendem Marktwert der zu verkaufenden Ware schnell. Freie Handelsvertreter, die Elektrotechnik vertreiben, haben oft einen Provisionssatz zwischen 5-7%. Zusätzlich dazu erhalten die Absatzhelfer erneut Provision, wenn ein durch sie geworbener Kunde auch nach der ersten Transaktion weiterhin Geschäfte mit dem Unternehmen betreibt.

Die Selbstständigkeit freier Handelsvertreter

Einer der größten Vorteile der Berufsgruppe ist das hohe Maß an Selbstbestimmung und Freiheit, die sie mit sich bringt. Arbeitszeiten, -gebiete und -methoden sind durch den freien Handelsvertreter im Wesentlichen selbst bestimmbar. Diese Freiheit kann unachtsamen Vertretern allerdings schnell zum Verhängnis werden, denn die Konkurrenz schläft nicht. Es ist wichtig, dafür zu sorgen, dass das Klientel stets zufrieden ist. Einen Stammkunden zu verlieren wirkt sich sehr schnell negativ auf das Einkommen eines Vertreters aus.

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